Ein Aquarium als Raumteiler einzusetzen ist sicher in vielerlei Hinsicht reizvoll, aber auch nicht ganz einfach. Wer kennt nicht die Fotos von solchen Raumteilern in den einschlägigen Büchern oder Zeitschriften, auf denen man zwar einen Raumteiler sehen kann, aber die Einrichtung des Aquariums eher einem Hälterungsbecken eines Großhändlers gleicht.

Das Problem besteht darin, dass das Aquarium von beiden Seiten sichtbar ist, und die doch sehr begrenzte Tiefe der handelsüblichen Standardaquarien zusätzlich die Einrichtung erschwert. Will man zum Beispiel einige kleinere Cichlidenarten in einem solchen Becken pflegen, ist es notwendig, möglichst viele Verstecke in Form von Höhlen zu schaffen.

Aber wer schafft es schon auf 50 cm Beckentiefe Stein- oder Wurzelaufbauten so einzubringen, dass es von beiden Seiten schön anzusehen ist und auch noch genügend Platz für Pflanzen bleibt? Des Weiteren sollte ja auch die Technik (Filterung, Heizung, CO2-Anlage, etc.) so untergebracht werden, dass möglichst wenig davon sichtbar ist. Es ist also eine ziemliche Herausforderung für jeden Aquarianer ein solches Becken zu realisieren. Meine Lösung mag zwar nicht perfekt sein und dem einen oder anderen nicht gefallen, aber ich bin seit über einem Jahr sehr zufrieden mit meinem Gesellschaftsbecken.

Das Aquarium ist ein handelsübliches Becken mit einer Länge von 150 cm, einer Tiefe von 50 cm und einer Höhe von 60 cm. Ich hätte das Becken ganz gerne mit einer größeren Tiefe gehabt, aber die begrenzten Raummaße und die Tragfähigkeit des Bodens ließen nur ein doch recht stattliches 450 Liter fassendes Becken zu. Der Unterschrank wurde von der Firma Dreiburgen Aquarium auf meine Bedürfnisse maßgeschneidert und meiner Küche in Farbe und Design angepasst! Der Unterschrank ist ca. 25 cm länger als das Aquarium, auf diese Weise füllt er eine Lücke, die durch einen Mauervorsprung entsteht.

Der Filter und die CO2-Düngeanlage passen genau in diese Lücke und stehen auf der derselben Höhe wie das Aquarium und erleichtern so den Anschluss und die Pflege sämtlicher Technik incl. Heizung. Beleuchtet wird durch zwei 120 cm Neonröhren in der Abdeckung und, man höre und staune, durch seitlich einfallendes Tageslicht eines großen Fensters (Westseite), durch das täglich ca. 1,5 - 2 Stunden Sonnenlicht ins Becken scheint.

Eingerichtet ist das Becken mit Lochgestein und Wurzeln, wobei das Lochgestein im rechten Bereich einen Steinaufbau bis knapp unter die Wasseroberfläche bildet und mit üppig wachsendem Javafarn bepflanzt ist.

Man beachte den Aufbau aus Lochgestein im rechten Teil des Beckens, der zum Teil hinter dem Mauervorsprung verschwindet und die gesamte Technik verbirgt.


Die Steine wurden, um eine Beschädigung der Bodenscheibe auszuschließen, auf eine 2 cm Styroporplatte gestellt. Die Wurzeln wurden, damit sie frei im Aquarium stehen, auf einer Plexiglasscheibe festgeschraubt, die mit etwa 4 cm Aquarienkies abgedeckt wurde (bitte unbedingt Schrauben verwenden, die nicht rosten). Als Bodengrund wurde erst der im Handel erhältliche, den Pflanzenwuchs fördernde, Dünger von sera eingebracht und mit einer ca. 6 cm hohen Kiesschicht bedeckt.



Neben den vier ausgewachsenen Skalaren und einigen westafrikanischen Buntbarschen tummeln sich Neons, Keilfleckbarben, Zwergfadenfische, Makropoden und Panzerwelse. Besonders stolz bin ich auf meine 7 Sturisoma panamense, die ein Algenproblem (seitlich einfallende Tageslicht s.o.) durch fleißiges Putzen gar nicht erst aufkommen lassen. Meine Sturisoma fühlen sich in diesem Aquarium so wohl, dass sie regelmäßig ablaichen.
 
Erstellt von dileIT